Der Broadway ist ein hartes Pflaster
Auch der junge Richard (Zac Efron) träumt von einer Karriere am Broadway und ergattert durch einen glücklichen Zufall eine kleine Rolle in dem Stück "Julius Caesar", dessen Premiere Welles (Christian McKay) gerade vorbereitet. Doch die schillernde New Yorker Theaterwelt entpuppt sich als hartes Pflaster: Der ebenso geniale wie herrische Orson Welles führt ein hartes Regiment auf und hinter der Bühne und verfolgt seine künstlerischen Ziele gnadenlos. Neid, Missgunst und Konkurrenzkämpfe beherrschen den Probenalltag. Als sich Richard auch noch in die ehrgeizige Regieassistentin Sonja Jones (Claire Danes) verliebt, wird er unwissentlich zum Rivalen des genialen Multitalents. Ein ungleicher Kampf beginnt.
"Ich & Orson Welles" wählt die Person Orson Welles und sein Schaffen als Ausgangspunkt für einen Film. Das erfordert besonders viel Feingefühl und ein außergewöhnliches Talent für die Inszenierung messerscharfer Dialoge. Denn für diese war Welles berühmt-berüchtigt. Kult-Regisseur Richard Linklater – der mit "Before Sunrise", "Before Sunset" und "School Of Rock" schon zeigte, dass er sich auf spannungsgeladene, intelligente Wortwechsel versteht – hat sich mit seinem hintergründigen Drama "Ich & Orson Welles" dieser Herausforderung mehr als gewachsen gezeigt.
Schon die Besetzung ist brillant: "High School Musical"-Star Zac Efron beeindruckt als theaterverrückter Teenager Richard, Claire Danes bezaubert als Sonja und Orson Welles-Darsteller Christian McKay wurde bereits als bester Schauspieler ausgezeichnet.